Versteckte Orte mitten in München (Teil 1)

Versteckte Orte mitten in München (Teil 1)

310,71 Quadratkilometer – auf dieser Fläche erstreckt sich das Stadtgebiet Münchens. Damit ist die bayrische Landeshauptstadt flächenmäßig kleiner als Köln. Doch auf dieser Fläche finden sich etliche bekannte und weniger bekannte Sehenswürdigkeiten. Dieser Artikel widmet sich letzteren und zeigt Orte in München, die so versteckt liegen, dass sie nicht einmal jeder Münchner kennt.

1.    Klein-Venedig

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Mehr als 500 Kilometer liegt Venedig von München entfernt. Google Maps zeigt eine Dauer von 5 Stunden und 29 Minuten an, wenn man mit dem Auto dorthin fahren möchte. Wer allerdings auch schon mit einer Mini-Version zufrieden ist, der braucht von der Stadtmitte, also dem Marienplatz, aus nur etwa zehn Minuten (13 mit dem Fahrrad, etwa 20 mit den öffentlichen Verkehrsmitteln).

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Das Ziel heißt Mondstraße in Giesing. Hier liegt Münchens „Klein-Venedig“ am Mühlbach. Die Dimension ist natürlich sehr viel kleiner und lässt sich schnell umrunden. Wer sowieso in der Gegend unterwegs ist, sollte sich das idyllische Fleckchen aber auf jeden Fall ansehen. Wie mitten in einer Großstadt sieht es dort definitiv nicht aus.

 

2.    Japanisches Teehaus im Englischen Garten

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Es steht mitten im Englischen Garten – aber mal ehrlich, sagt euch das japanische Teehaus etwas? Und nein, es ist nicht der Chinesische Turm, den ich meine.
Das japanische Teehaus Kanshoan steht auf einer kleinen Insel im Südteil des Englischen Gartens in direkter Nähe zum „Haus der Kunst“ und nicht weit von der bekannten Surferwelle. Allerdings versteckt es sich gut hinter Bäumen und Büschen und ist nur über einen kleinen Steg erreichbar, der abgeschlossen ist, wenn gerade keine öffentliche Vorführung ansteht.

Selbst auf den Internetseiten des Teehauses heißt es, dass so mancher alteingesessene Münchner es deshalb nicht kennt. Allerdings steht es schon recht lange dort – nämlich seit 1972, dem Jahr der Olympischen Sommerspiele in München. Es ist ein Geschenk aus Japan, wo im selben Jahr die Olympischen Winterspiele stattfanden.

Das Geschenk gab es allerdings nur unter einer Bedingung: Im Teehaus sollen japanische Teezeremonien vorgeführt werden. Die gibt es dort bis heute.

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Um sich das Teehaus und eine Zeremonie ansehen zu können, müssen Besucher Glück haben, denn die öffentlichen Vorführungen finden von April bis Oktober jeweils nur an einem Wochenende im Monat statt.

3.    Asamkirche Sendling

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Zugegeben: Die Asamkirche steht direkt in der Sendlinger Straße, einer zentralen Einkaufsstraße in München, und ist damit keinesfalls ab vom Schuss. Trotzdem liegt sie meiner Meinung nach versteckt. Bevor ich sie das erste Mal wahrgenommen habe, bin ich einige Male völlig ahnungslos an ihr vorbeigelaufen. Denn ihre Fassade ist nur etwa acht Meter breit und schließt sich lückenlos in die Reihe der anderen Geschäfte und Wohnhäuser – auch wenn sie prachtvoller aussieht.

Von innen ist der 22 mal 8 Meter große Barockbau so reich verziert, dass es kaum eine Ecke gibt, in der keine Figur, kein Bild oder ein Ornament die Wand schmückt.  Den Shoppingbummel in der Stadt solltet ihr auf jeden Fall unterbrechen, um einen Blick hinein zu werfen.

Schreibt mir in die Kommentare, ob ihr die Orte schon kennt. Wer hier schon alles gewusst hat, der findet hoffentlich in Teil 2 noch den ein oder anderen Geheimtipp.

 

4 thoughts on “Versteckte Orte mitten in München (Teil 1)

  1. Benn

    Toller Beitrag. Bin schon 4 Jahre in München und habe bisher keinen der Orte gekannt. Danke 🙂

  2. munki

    Wie kultig… freue mich als gebürtige Münchnerin (ja, die gibt es noch) über die gelungene Auswahl der „Kleinodien“

  3. jeannie

    Die Assamkirche ist wunderschön, da haben die Assam-Brüder wirklich ihre Dankbarkeit gezeigt.
    Aber dahinter, im Assamhof, ist auch ein wirkliches Kleinod, das Cafe Playa. Dort sitzt man zwischen Blumen und Gartenzwergen

    1. Lisa

      Danke dir für den tollen Tipp :)! Das Café kenne ich noch nicht, muss ich mir unbedingt mal ansehen.

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